Media Kit – Reiseblogger brauchen kein Media Kit!

Reiseblogger Media Kit

Kein Media Kit?

Ok. Aber machen wir uns nichts vor. Ohne professionelles Media Kit wird es nicht leichter mit deinem Blog im Tourismus Geld zu verdienen. Mit einer schicken Präsentation deines Reiseblogs dagegen, lassen sich viele elementare Fragen von Touristikern bereits im Vorfeld beantworten. Um es mit den Worten eines Sport-Kommentators zu sagen: „Was Sie hier sehen, ist möglicherweise die Antizipierung für das, was später kommt.“ Das Media Kit stärkt dein Selbstbewusstsein, da es dir zeigt, was schon jetzt erreicht hast.

Ich habe kein Media Kit für mein Blog!

Dann kann ich dir dabei helfen, zu klären, was du noch besser machen kannst. Wenn du schon ein Media Kit hast: Poste mir gerne die Url, unter der es zu erreichen ist, in die Kommentare unter diesem Beitrag. Hilft dir mein Artikel möglichweise trotzdem weiter? Sollte ich hier etwas ergänzen? Lass es mich wissen, sonst weiß ich es nicht.

Wie sollte ein Media Kit aussehen?

Möglichst komplett sollte es aussehen. Gespickt mit den wichtigsten harten Fakten und optisch ansprechend. Um dem Tourismus die Stärke deines Blogs und deine Professionalität zu demonstrieren. Nicht weniger aber auch nicht mehr! nciht abschrecken lassen. Fang einfach an. Lies bitte weiter und erstelle mit meinen Punkten ganz einfach im Anschluss dein Media Kit.

Du bist der leidenschaftliche Experte! Das ist dein Reiseblog!

  • LogoBringe es an geeigneter Stelle im Media Kit an. Z.B. linke obere Ecke auf jeder Seite.
  • Name – Nenne den Namen deines Reiseblogs am Anfang. Nicht die Url!
  • ProfilDein Reiseblog im Porträt: Informiere, kurz und prägnant. Stelle dein Reiseblog vor.
  • GründungWie lange gibt es dein Blog?
  • USP„BlogTourismus – Verbindet Blog und Tourismus!“ (Was macht dein Blog einzigartig?)
  • Motto – „Für Touristiker und Reiseblogger!“
  • Websitewww.BlogTourismus.de
  • ZielgruppeDer typische Nutzer deines Reiseblogs ist weiblich, zwischen 18 und 44 Jahre alt, ledig, kommt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, verfügt über ein durschschnittliches HHNE i.H.v. X,- € und interessiert sich für Hotels für Urlaubs- oder Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands.

Dein Reiseblog, deine Reichweite! Leistungswerte und Portfolio

Leistungswerte deiner Website, deines Reiseblogs oder auch die Leistungswerte einer Rubrik (z.B. „Hotels für Urlaubs- oder Geschäftsreisen“, Magazin, … ) Online-Reichweiten din die Basis für die Online-Mediaplanung.

  • BesucheZahl deiner Visits (gesamt). Ggfs. die Anzahl der Besuche im Jahres-Durchschnitt, im stärksten Halbjahr, Quartal oder Monat (z.B. 07/2015).
  • Netto-Reichweite (Personen)Zahl deiner Unique User im Jahres-Durchschnitt, im stärksten Halbjahr, Quartal oder Monat.
  • Brutto-Reichweite (Kontakte)Anzahl der Seitenaufrufe, Pageviews, bzw. Pageimpressions (PI) im Jahres-Durchschnitt, im stärksten Halbjahr, Quartal oder Monat.
  • Anzahl der Beiträge (gesamt)Gesamtanzahl aller auf deinem Blog veröffentlichten Artikel
  • Anzahl der Beiträge (im Durchschnitt)Im Jahr, je Monat, je Woche oder Tag
  • Anzahl der BeiträgeGesamt, je Rubrik, Land, Ort, etc. („34 x deutsche Städte, 50 x Hotels, 13 x Campingplätze“) 
  • Newsletter-AbonenntenGesamtanzahl der Abonennten oder je Zielgruppe, Sprache, usw.
  • Community-MitgliederAnzahl der Mitglieder
  • Facebook – Fans (Stand: 07/2015)
  • Twitter – Follower (Stand: 07/2015)
  • Google+ – Follower (Stand: 07/2015)

Tipps: Entscheide dich! Je nachdem welches Ziel du verfolgst, entscheide dich, welches dein stärkster Monat ist. Dieser Monat sollte Basis für jeweils zueinander passende Kennzahlen sein. Schlüssige Argumentation ist später auf jeden Fall Pflicht! Gibst du den Monat mit dem stärksten Traffic an, hat das Auswirkungen. Mediaplaner, die auf Reichweite abzielen, interessieren sich auch für die übrigen Monate- Prüfe daher, ob diese Frage „Fluch“ oder „Segen“ für dich bedeutet und wie du sie beantworten wirst. Verwende anstelle von 1.324 Followern eine runde, prägnante Zahl! Optional kannst du natürlich auch von Facebook Insights für deine Fanseite Gebrauch machen und Reichweiten oder bessere Zahlen angeben.

Punkte, die keinesfalls (verpflichtend) in ein Media Kit gehören!

  • Durschnittliche VerweildauerDie Verweildauer deiner Besucher, auf deiner Website (gesamt), oder die Verweildauer der Besucher aller veröffentlichten Beiträge, für alle Reiseblogbeiträge, oder z.B. für alle Beiträge zu „Hotels für Urlaubs- oder Geschäftsreisen“
  • Verwendetes Tracking –  „Google Analytics“
  • Page Rank – Google Page Rank ist nicht alles.
  • Alexa Ranking – Alexa Ranking ist auch nicht alles.
  • Awards / Auszeichnungen„Reiseblog des Monats“,  „Website des Jahres“, deine besten Artikel, Reichweitenstarke Medien haben über dein Reiseblog oder dich im Internet bercihtet? Du hast einem renommierten Tech-Magazin ein Interview gegeben? Erwähnen!

Möglichkeiten für Kooperationen & Werbemöglichkeiten (nach Möglichkeit) nennen!

  • BannerFalls ja: Mögliche Display-Werbe-Formate, Preise, Platzierungen und Spezifikationen übersichtlich nennen, falls nein: Nein, oder Punkt weglassen!
  • AdvertorialFalls ja: Preise für deine Sponsored Posts angeben, die im idealfall auch in deinem Blog als werbliche Beiträge kenntlich gemacht werden. Dem Mediaplaner könnte es zwar gefallen, wenn du werbliche Beiträge nicht kennzeichnest, doch du gehst ein hohes Risiko ein, schadest dir also selbst und anderen professionellen Reisebloggern.
  • BloggerreiseFalls ja: Preise und Services angeben, oder Preise auf Anfrage, falls nein: Nein, oder ganzen Punkt weglassen!
  • Gewinnspiele  – Falls ja: Preise und Services angeben, oder Preise auf Anfrage, falls nein: Nein, oder ganzen Punkt weglassen!
  • Produkt-TestsFalls ja: Preise und Services angeben, oder Preise auf Anfrage, falls nein: Nein, oder ganzen Punkt weglassen!
  • Text-Links  Falls ja: Preise und Services angeben, oder Preise auf Anfrage, falls nein: Nein, oder ganzen Punkt weglassen!
  • Newsletter-Integrationen Falls ja: Preise und Services angeben, oder Preise auf Anfrage, falls nein: Nein, oder ganzen Punkt weglassen!

KISS – Keep it short and simple! Das hier ist wichtig:

  • Grafiken oder Screenshots – Beispielplatzierungen erleichtern es sich die Integration in deinem Reiseblog besser vorstellen zu können.
  • Spezifikationen – Unzureichend erstellte Werbemittel gefährden schnelle Ladezeiten deines Reiseblogs und damit auch dein Ranking bei Google.
  • Dateiformate und maximal zulässige Gewichte der Werbemittel – Gib diese bei jedem Werbeformat an (Z.B. 728×90, Flash- oder JPG-Banner, max. 50 Kb).
  • Kampagnen-Laufzeiten – Wonach richtet sich die Laufzeit einer Kampagne in deinem Reiseblog? Zahlt der Advertiser für 1 Monat, oder für Performance und/oder erzielte Reichweiten (z.B. Anzahl der Werbemittel-Kontakte, Page Impressions)?
  • Beispiele werblicher Integrationen – Gib Best-Practice-Beispiele für Integrationen, Native Advertising, erfolgreiche (Banner-)Kampagnen und/oder Advertorials.

Tipps zur Preisgestaltung: Ist es für Advertiser möglich auf deinem Reiseblog umfeldbezogen zu werben? Können Advertiser Premium- und Reichweiten-Bereiche separat belegen? Dann berücksichtige das unbedingt in deinem Media Kit bei deiner Preisgestaltung! Ggfs. Kann auch der Volumenrabatt sinnvoll für dich sein, sofern dein Reiseblog über signifikante Reichweiten verfügt. Bist du in der Ad-Bundles zu schalten? Dann selbstverständlich nur gegen Aufpreis! Du bietest maßgeschneiderte Kampagnen an? Dann gib das im Media Kit auf jeden Fall an! Die Angabe beim Preis darf dann einfach lauten: auf Anfrage! Das ist Standard. Du bietest Re-Targeting an, Targeting auf Device-Klassen und auch Predictive Behavioral Targeting ist kein Problem? Dann sag mir bitte, bitte in einem Kommentar, warum du  bis hierhin gekommen bist. Du hast bereits ein Media Kit!

Du bist der Star hinter deinem Reiseblog! Zeig dem Tourismus dein Profil!

  • Autoren-Porträt(s), Informationen zu dir und weiteren den Autoren deines Reiseblogs
  • Profilbild
  • Vorname
  • Nachname
  • Alter
  • Wohnort
  • Sprachkenntnisse
  • Bereiste Länder

Ansprechpartner und (Sales-)Kontakt am Media-Kit-Ende! Adresse und Telefonnummer nicht vergessen!

Passt das oder fehlt dir was?

Hinterlasse mir gerne dein Feedback oder den Link zu deinem fertigen Media Kit in den Kommentaren. Ich freue mich über deinen Tweet oder wenn du diesen Artikel in einem anderen netzwerk teilst. Möglicherweise kennst du jemanden, der noch kein Media Kit hat und meine Tipps gut brauchen kann?

10 Tipps, wenn du alle notwendigen Zahlen & Fakten für dein perfektes Media Kit parat hast:

  1. Zieh es durch! Leg los und erstelle dein Media Kit! Bis zum bitteren perfekten Schluss!
  2. Triff wahre Aussagen, die du guten Gewissens jederzeit gegenüber jedermann vertreten kannst. Das macht es für dich leichter und du gefährdest nicht die stärkere Professionalisierung der Reisblogger!
  3. Die richtigen Preise für deine Leistung ansetzen! Bei Banner-Kampagnen ggfs. auch einfach rückversichern. Du darfst auf keinen Fall deine Werbeplätze unter Wert anbieten, da du damit auf lange Sicht die Preise insgesamt kaputt machst. Übertreibe es aber nicht. Glaube auf keinen Fall allen Listenpreisen, die du im Netz – wo auch immer – findest.
  4. Korrekturlesen lassen! Nichts ist ärgerlicher als Touristikern auf der ITB dein fehlerhaftes Media Kit in die Hand zu drücken
  5. Integriere das Media Kit auf einer Unterseite deines Reiseblogs und/oder biete dein Media Kit als PDF zum Download an. Bringe mindestens einen Hinweis in deinem Reiseblog an, wie man dein Media Kit bekommt, oder aber einen Hinweis darauf, wer bei dir der Ansprechpartner für die Werbeschaltung ist. (Text-Vorlage: Informieren Sie sich über unsere attraktiven Preise und fordern Sie unser Media Kit an. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie weitere Informationen benötigen.)
  6. Die Print-Version deines Media Kit lohnt sich auch heutzutage noch! Setze je nach Ansprechpartner auf hohe oder sehr hohe Qualität. Haptik.
  7. Wenn du dein Media Kit in deutscher Sprache verfasst hast, kannst du dich an die englische Version machen..
  8. Aktualisiere dein Media Kit regelmäßig (pro Jahr, Halbjahr, Quartal, oder Monat). Auf jeden Fall, sobald du deine Performance signifikant steigern konntest.
  9. Fail but fail fast! Pitche wo du die Gelegenheit siehst mit deinem Media Kit!
  10. Trage dein Media Kit immer bei dir! Auf dem Smartphone, USB-Stick oder in der Tasche!

Danke für deine Zeit. Wenn dir der Artikel gefallen hat, teile ihn bitte weiter. Dein Christian.

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